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Alles rund um Reifendruckkontrollsysteme

Pressemitteilung

Drei Jahre RDKS: Rückblick und Ausschau

Vor drei Jahren, am 01. November 2014, wurde die Ausstattung mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) für alle Fahrzeuge der Klasse M1 Pflicht. Alle Pkw, die seitdem vom Band gerollt sind, sind mit dem System ausgestattet, das den Fahrer auf ungewünschte Veränderungen des Reifendrucks aufmerksam macht.

Das technische Hilfsmittel soll frühzeitig auf unzureichenden Druck aufmerksam machen und so die Sicherheit auf deutschen Straßen weiter erhöhen. Der Empfehlung, bei jedem zweiten Tankstopp selbstständig den Reifendruck zu überprüfen, kommen nämlich zu wenige Autofahrer nach.
So sind viele von ihnen mit zu geringem oder zu hohem Reifendruck unterwegs, was sich in einer deutlich schlechteren Stabilität des Fahrzeugs niederschlägt und etwa im Falle einer Vollbremsung zu erheblichen Problemen führen kann.

Reifendruck und Blutdruck

Man kann das mit dem Blutdruck beschreiben: Ist der Blutdruck zu niedrig, fühlt man sich schlapp und ist in seiner Reaktionsfähigkeit eingeschränkt.

Bremsweg bei 100 km/h auf nassem Asphalt

Beim Reifen ist das genauso: Ist der Luftdruck zu niedrig, ist zum einen die Seitenführungskraft deutlich verschlechtert. Das bedeutet, dass der Wagen schlechter auf Lenkbewegungen reagiert und in Kurven leichter nach außen getragen wird. Zum anderen verlängert sich der Bremsweg und der Reifen wird stärker beansprucht, was zu Beschädigungen oder sogar zum Platzen führen kann. Bei zu hohem Luftdruck liegt der Reifen hingegen nicht richtig auf der Fahrbahn auf. Er berührt sie nur mit der Mitte der Lauffläche und wird dort demzufolge stärker abgefahren. Darüber hinaus verlängert sich durch die geringere Aufstandsfläche auch hier der Bremsweg, die Kurvenstabilität nimmt ab, das Handling wird unkomfortabel. Der richtige Reifendruck ist also keinesfalls eine zu vernachlässigende Größe, sondern von elementarer Bedeutung für die Sicherheit!

Direkte und Indirekte RDKS

RDKS schafft hier Abhilfe: Während der Fahrt wird der Reifendruck kontinuierlich überwacht, der Fahrer erhält ein Signal, sobald eine Änderung des Drucks festgestellt wird. Die Systeme lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Direkte Systeme ermitteln selbsttätig permanent Druck und Temperatur, übermitteln die Daten ans Cockpit oder warnen bei Druckabfall. Das funktioniert sogar bei stehendem Fahrzeug. Sogenannte indirekte Systeme greifen hingegen auf die Daten der ABS- sowie der Sensoren zur Traktionskontrolle zurück, die die Drehzahl der Reifen messen. Einen Anstieg der Reifenumdrehungen interpretieren RDKS als Druckabfall: Sinkt der Druck, wird der Reifenumfang kleiner und infolgedessen erhöht sich die Zahl der Umdrehungen. Die entsprechende Warnmeldung wird dann ans Cockpit weitergegeben. Indirekte RDKS funktionieren nur, wenn der Wagen in Bewegung ist. Wer sich genauer informieren möchte, findet auf der Website www.rdks-wissen.de des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) und seiner Partner alles, was er zum Thema wissen muss.

Drei Jahre RDKS

Die Zahl der Autofahrer, die mit RDKS unterwegs sind, steigt jedes Jahr. Neben dem Komfort dürfen sich Pkw-Besitzer vor allem über den Sicherheitsgewinn freuen. Und natürlich darüber, dass ein Reifen mit korrektem Druck weniger schnell verschleißt. RDKS bringen demnach auch Vorteile für die Umwelt mit sich: Die Reifen halten länger, der Spritverbrauch sinkt. Allerdings: Der Reifenwechsel gestaltet sich bei Reifen mit direkten RDKS aufwändiger und komplizierter und sollte unbedingt von einem Profi durchgeführt werden. Wer seinen Reifen in der eigenen Einfahrt zu Leibe rückt, riskiert, dass die Sensoren hinterher nicht mehr richtig arbeiten.
Und: Deaktivieren sollten Autofahrer das System auf keinen Fall. Denn neben dem Verzicht auf Sicherheit bedeutet das gleichzeitig einen Mangel bei der Hauptuntersuchung.

Über RDKS-Wissen.de

www.RDKS-Wissen.de ist eine Internetplattform des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) und seiner Partner Alligator Ventilfabrik, Bridgestone Deutschland, Continental Reifen, Huf Group, Pirelli Deutschland, Schrader, TPMS EuroShop (Schrader) und VDO. Die Website ist die erste Anlaufstelle für Autofahrer rund um das Thema Reifendruck-Kontrollsysteme.

 

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