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Alles rund um Reifendruckkontrollsysteme

Pressemitteilung

Reifenwechselzeit: Gerade Besitzer von RDKS sollten sich an Profis wenden

Seit dem 01. November 2014 müssen alle erstmalig zugelassenen Pkw mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Nach den Angaben des Kraftfahrzeugbundesamts sind das derzeit knapp 7,3 Millionen Pkw, also über 15 % des gesamten Pkw-Bestands, Tendenz stetig steigend. Mit der wachsenden Anzahl von Fahrzeugen, die mit der neuen Technik unterwegs sind, wird auch das Informationsbedürfnis der Fahrzeughalter größer. Vor allem jetzt, kurz vor der Reifenwechsel-Saison.

Argumente für RDKS (Quelle: Schrader 2014 Driver Survey, NHTSA Report)

RDKS überwachen den Reifendruck während der Fahrt und warnen den Fahrer bei Absinken des Drucks. Unfälle können so vermieden, der Kraftstoffverbrauch reduziert, die Lebensdauer der Reifen verlängert werden. Die regelmäßige manuelle Kontrolle des Reifendrucks ersetzen die Systeme hingegen nicht. RDKS wurden in höherwertigen Fahrzeugen auch schon vor Inkrafttreten der EU-Regelung verbaut. Bei solchen ist es auch möglich, das System vom Reifenfachhändler deaktivieren zu lassen. Bei Fahrzeugen, die unter die EU-Verordnung fallen, also nach dem 01. November 2014 erstzugelassen wurden, ist das Deaktivieren des RDKS hingegen nicht gestattet und stellt einen Mangel bei der Hauptuntersuchung dar. Aber warum sollte man auch ein Gerät ausschalten, das ein Plus an Sicherheit bietet?

Zwei verschiedene Systeme

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Systemen, die beide die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Die Sensoren von direkten RDKS sitzen, wie der Name schon sagt, direkt am Reifen, messen dort permanent Reifendruck und Reifentemperatur und geben die Daten unmittelbar an den Fahrer weiter. Die Messgenauigkeit der Systeme ist enorm, die Technik erlaubt sogar die Kontrolle des Ersatzreifens im Kofferraum und funktioniert auch bei stehenden Fahrzeugen. Indirekte Systeme nutzen hingegen bereits vorhandene ABS-Sensoren und Sensoren zur Traktionskontrolle und leiten aus den gelieferten Daten den Reifendruck ab. Sie messen also nicht den tatsächlichen Reifendruck, sondern warnen nur vor dem Druckverlust, der sich zum Beispiel in einem Ansteigen der Drehzahl eines Reifens zeigt (weil sein Umfang kleiner wird, wenn er Luft verliert). Das bedeutet aber auch, dass indirekte Systeme nur beim fahrenden Fahrzeug funktionieren.

Reifenwechsel bei Fahrzeugen mit RDKS

Da direkte Systeme am Reifenventil sitzen und für ihre Montage Spezialwerkzeug erforderlich ist, sollte der Reifenwechsel immer vom Fachmann durchgeführt werden. Die beste Technik nutzt schließlich nichts, wenn sie durch fehlerhafte Montage außer Kraft gesetzt wird. Das gilt auch für Fahrzeuge mit indirekten RDKS und eigentlich für jeden Reifenwechsel: Das Mehr an Sicherheit, das eine professionell durchgeführte Umrüstung mit sich bringt, sollte dem Fahrer den finanziellen Aufwand wert sein. Wenn um Ostern herum der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen fällig wird, sind also nicht nur Autofahrer, die mit RDKS unterwegs sind, gut beraten, einen Termin mit dem Reifenfachbetrieb ihres Vertrauens zu vereinbaren.

Über RDKS-Wissen.de

www.RDKS-Wissen.de ist eine Internetplattform des BRV und seiner Partner Alligator Ventilfabrik, Bridgestone Deutschland, Continental Reifen, Huf Group, Pirelli Deutschland, Schrader, TPMS EuroShop (Schrader) und VDO. Die Website ist die erste Anlaufstelle für Autofahrer rund um das Thema Reifendruck-Kontrollsysteme.

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