RDKS-Wissen.de

Alles rund um Reifendruckkontrollsysteme

Pressemitteilung

Ganzjahresreifen sind nicht immer eine Alternative

RDKS-Besitzer sollten nicht am falschen Ende sparen

Infografik: Hochwertige Winterreifen bieten einen starken Sicherheitspuffer gegenüber Ganzjahresreifen. Beispiel: Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h kommen Ganzjahresreifen erst 3,8 m später zum Stehen als der Winterspezialist, der als Referenz herangezogen wurde – das ist immerhin fast eine ganze Wagenlänge!
Quell: ACE-Reifentest 9/2016; ACE Auto Club Europa

Über 5,7 Millionen Pkw, das sind über 12 Prozent des aktuellen Fahrzeugbestands, wurden seit November 2014 neu zugelassen. All diese Fahrzeuge müssen mit einem direkten oder indirekten Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Ausgeliefert werden die Fahrzeuge meist mit Sommerreifen – und so wählen auch in diesen Tagen wieder viele Neuwagenkäufer Reifen, mit denen sie sicher durch den Winter kommen. Mit dem Kauf eines Satzes Winterreifen ist es dabei nicht getan: Wer ein direktes RDKS hat, braucht einen zweiten Satz Sensoren und auch der Räderwechsel an sich gestaltet sich komplizierter und aufwändiger. Ganzjahresreifen scheinen eine attraktive, kostensparende Alternative. Doch aktuelle Testergebnisse zeigen, dass es auch Nachteile gibt.

Heiß oder kalt, aber nicht beides

Ganzjahresreifen versprechen Sicherheit im Sommer und Winter gleichermaßen. Ein echtes Rundum-sorglos-Paket also? Leider nicht für alle Einsatzbedingungen, wie aktuelle Reifentests zeigen. Das Problem ist die Gummimischung: Hohe Temperaturen, wie sie im Sommer vorherrschen, erfordern eine härtere Mischung als Winterreifen, damit der Reifen standhält und nicht zu stark abgerieben wird. Ein Material herzustellen, das beiden Anforderungen gleichermaßen gerecht wird, ist nahezu unmöglich. So zeigen Ganzjahresreifen wenig überraschend entweder auf trockener oder auf nasser Fahrbahn deutliche Schwächen im Vergleich zu Saisonspezialisten. Die Verbesserung bei den Testkriterien „Verschleiß“ und „Spritverbrauch“, macht die Mängel nicht wett. „Ganzjahresreifen/Allwetterreifen sind deshalb eher für Klein- und Kompaktwagen mit relativ geringer Motorisierung und niedrigen Kilometerlaufleistungen, vornehmlich in Ballungsgebieten und Großstädten, – also vor allem für Zweit- oder Drittfahrzeuge – geeignet. Wer es sich nicht erlauben kann, seinen Wagen bei extremen Wetterbedingungen stehenzulassen, sollte auf den bewährten Wechsel von Sommer- und Winterreifen setzen“, sagt Hans-Jürgen Drechsler, Technikexperte des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), Bonn.

Jeder Reifenwechsel ist auch eine Reifenprüfung

Der macht auch in anderer Hinsicht Sinn: Der Zustand der Reifen wird bei jedem professionellen Reifenwechsel, also mindestens zweimal im Jahr, geprüft. Abgefahrenes Profil, poröses Gummi oder andere Beschädigungen fallen der geschulten Fachkraft sofort auf. Besonders wichtig: Bei diesem Sicherheitscheck sieht der Experte auch die Bremsbeläge und kann bei Bedarf auf eine nötige Erneuerung hinweisen. Besitzer eines Autos mit RDKS sollten sowieso immer eine Werkstatt zum Reifenwechsel aufsuchen, um die reibungslose Funktionalität der hilfreichen Technik sicherzustellen.

Über RDKS-Wissen.de

www.RDKS-Wissen.de ist eine Internetplattform des BRV und seiner Partner Alligator Ventilfabrik, Bridgestone Deutschland, Continental Reifen, Huf Group, Pirelli Deutschland, Schrader, TPMS EuroShop (Schrader) und VDO. Die Website ist die erste Anlaufstelle für Autofahrer rund um das Thema Reifendruck-Kontrollsysteme.

Anfragen über die Agentur:
CGW GmbH
Anna-Maria Guth
Oberbenrader Straße 51
47804 Krefeld
Tel. 02151/36805-23
E-Mail: am.guth@c-g-w.net