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Alles rund um Reifendruckkontrollsysteme

Pressemitteilung

Neuerungen beim Reifenwechsel für mehr als zwei Millionen Autofahrer (Tageszeitungen)

Seit dem 1. November 2014 müssen alle erstmals zugelassenen Pkw, Geländewagen und Wohnmobile mit einem Reifendruck-Kontrollsystem, kurz: RDKS, ausgestattet sein. Für Autofahrer wird das Thema immer relevanter – allein bis Ende August wurden in diesem Jahr schon über zwei Millionen neue Pkw zugelassen. Diese Fahrzeuge müssen über ein funktionsfähiges RDKS verfügen – und mit jeder Neuzulassung steigt die Anzahl der Autofahrer, die diese Regelung beachten müssen.

Wofür sind Reifendruck-Kontrollsysteme da?

RDKS prüfen permanent, ob der Reifendruck optimal eingestellt ist und warnen den Fahrer bei Abweichungen – damit sind RDKS Erleichterung und Sicherheitsplus zugleich. Es gibt zwei unterschiedliche Systeme: direkte und indirekte RDKS. Direkte Systeme arbeiten mit Sensoren am Reifen, die Informationen direkt an die Steuereinheit senden. Indirekte Systeme berechnen den aktuellen Reifendruck über Informationen des ESP- bzw. des ABS-Systems und sind damit nicht ganz so genau wie direkte Systeme.

Kommen Mehrkosten auf Autofahrer zu?

Bei direkten RDKS kann in der Werkstatt beim Reifenwechsel durch die Montage der Sensoren tatsächlich ein Mehraufwand von bis zu 30 Minuten für ein Fahrzeug entstehen. Dazu kommen die Kosten für die Sensoren. Das aber müssen die Halter moderner Fahrzeuge in Kauf nehmen: Deaktivieren der Systeme ist nicht erlaubt und wird im Rahmen der Fahrzeughaupt­untersuchung als Mangel beanstandet. „Mit RDKS ist es eben nicht anders als mit anderen Fahrassistenzsystemen wie z. B. ABS und ESP“, erläutert Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer und Technikspezialist des Bonner Reifenfachverbandes BRV. „Die elektronischen Hightech-Komponenten erfordern fachgerechte Montage und Wartung in einer qualifizierten und mit den notwendigen Diagnose- und Kalibriergeräten ausgerüsteten Werkstatt, ‚Do-it-yourself‘ mit Hilfe gedruckter Ratgeber wie bei älteren Fahrzeugmodellen ist nahezu nicht mehr möglich.“ Dafür bieten die elektronischen Mess- und Regelsysteme erheblich mehr Fahrsicherheit und der mit RDKS verbundene finanzielle Mehraufwand beim Werkstattbesuch hält sich auch im Rahmen.

Warum hat die EU die Verordnung eingeführt?

Mit der RDKS-Pflicht verfolgt die EU zwei Ziele: Autofahrer sollen einerseits sicherer unterwegs sein, andererseits soll die Umwelt geschont werden.

Warum ist der richtige Luftdruck wichtig für die Sicherheit?

Mit dem Luftdruck ist es ähnlich wie mit dem Blutdruck: Ist er zu niedrig, fühlt man sich abgeschlagen und ist in seiner Reaktionsfähigkeit eingeschränkt. Beim Reifen ist das genauso: Ist der Reifen „schlapp“, kann er seine volle Leistung nicht entfalten und der Bremsweg verlängert sich. Ist der Luftdruck dagegen zu hoch, hat der Reifen kaum noch Kontakt zur Fahrbahn und die Kurvenstabilität nimmt ab.

Inwiefern schonen RDKS die Umwelt?

Der optimale Reifendruck führt dazu, dass Autofahrer weniger Sprit verbrauchen und sich die Lebensdauer der Reifen durch gleichmäßiges Abfahren erhöht. Entsprechend schonen Reifendruck-Kontrollsysteme die Umwelt und gleichzeitig auch das Portemonnaie der Autofahrer. Schließlich können sie ihre Reifen länger nutzen und sparen außerdem an der Tankstelle.

Mehr über RDKS erfahren Sie unter www.RDKS-Wissen.de


Abb: Beim direkten RDKS überwachen Sensoren permanent den Reifendruck und informieren den Fahrer über eine Anzeige auf dem Armaturenbrett.

Über RDKS-Wissen.de

www.RDKS-Wissen.de ist eine Internetplattform des BRV und seiner Partner Alligator Ventilfabrik, Bridgestone Deutschland, Continental Reifen, Huf Group, Pirelli Deutschland, Schrader, TPMS EuroShop (Schrader) und VDO. Die Website ist die erste Anlaufstelle für Autofahrer rund um das Thema Reifendruck-Kontrollsysteme.
 

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