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Alles rund um Reifendruckkontrollsysteme

Pressemitteilung

Seit einem halben Jahr Pflicht: Reifendruckkontrollsysteme (Tageszeitungen)

Seit dem 1. November 2014 müssen alle neuen Pkw in der EU mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Zur Umrüst-saison häufen sich die Fragen, die Autofahrer in den Fachbetrieben, aber auch über das Kontaktformular auf www.RDKS-Wissen.de stellen. Hans-Jürgen Drechsler vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. (BRV, Bonn) beantwortet die häufigsten Fragen und erklärt, was die RDKS-Pflicht für Autofahrer bedeutet.

Was ist ein RDKS?

RDKS steht für „Reifendruck-Kontrollsystem“. Diese Systeme prüfen, wie hoch der Fülldruck der Reifen ist und warnen den Fahrer bei Abweichungen von der Norm über eine Anzeige im Armaturenbrett. Generell gibt es zwei Arten von RDKS (auch TPMS für „Tire Pressure Monitoring System“ genannt) – direkte und indirekte Systeme. Während bei direkten Systemen in jedem Reifen ein Sensor verbaut ist, der Informationen zum Luftdruck an den Bordcomputer weitergibt, berechnen indirekte Systeme den aktuellen Füllstand über die ABS-Sensoren.

Warum sind RDKS in Neuwagen Pflicht?

Häufig entstehen schwerwiegende Reifenschäden durch zu geringen oder zu hohen Luftdruck. Wie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck den menschlichen Körper auf Dauer schwächen, gilt dies auch für den Reifenluftdruck: Die Reifen werden strapaziert und nicht gleichmäßig abgefahren, so wird die Lebensdauer verkürzt. Gleichzeitig hilft der optimale Luftdruck dabei, Sprit zu sparen – und schont so Geldbeutel und Umwelt. Achtung: Bei der Hauptuntersuchung gilt ein deaktiviertes RDKS als Mangel.

Wie kann ich herausfinden, ob RDKS für meinen Wagen Pflicht ist oder nicht?

Die EU hat die RDKS-Pflicht stufenweise eingeführt, die folgenden Informationen helfen bei der Recherche:

Fahrzeug älter als Baujahr 2012: Möglicherweise verfügt Ihr Auto über ein Reifendruck-Kontrollsystem, dieses ist aber nicht relevant für die Hauptuntersuchung. Hintergrund: Schon vor 2012 wurden RDKS von Fahrzeugherstellern als Zusatzausstattung verbaut.
Fahrzeug wurde nach dem 1.11.2012 typengenehmigt: Dieser Stichtag markiert die erste Stufe der RDKS-Pflicht. Wenn Ihr Fahrzeugmodell nach diesem Datum typengenehmigt wurde, unterliegt es der RDKS-Pflicht. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Reifenfachhändler.
Fahrzeug wurde nach dem 1.11.2014 zugelassen: Bei Neufahrzeugen, die nach diesem Stichtag zugelassen wurden, sind RDKS grundsätzlich Pflicht. Falls es aber bereits eine Tageszulassung vor diesem Stichtag gab oder eine Sondergenehmigung, unterliegt Ihr Auto nicht der RDKS-Pflicht.

Welche Art von RDKS ist in meinem Neufahrzeug verbaut?

Weit mehr als die Hälfte der Neufahrzeuge sind mit direkten RDKS ausgestattet, rund 35 Prozent mit indirekten. Letztere messen zwar weniger genau, sind aber in der Anschaffung und beim Reifenwechsel deutlich günstiger, weil keine Sensoren erworben und gewartet werden müssen.

Die folgende Übersicht zeigt, mit welcher Art RDKS die Modelle der größten Automobilhersteller ausgestattet sind:

Quelle: BRV-Schätzung

Mein Fahrzeug hat ein direktes RDKS. Welche Mehrkosten verursacht das bei der Anschaffung eines neuen Reifensatzes (z.B. Winterreifen)?

Die Kosten für vier Sensoren liegen im Normalfall zwischen 200 und 250 Euro, je nach Fahrzeugmodell kann es aber Abweichungen geben. Welche Kosten konkret auf Sie zukommen, erfragen Sie am besten im Reifenfachhandel.

Über RDKS-Wissen.de

www.RDKS-Wissen.de ist eine Internetplattform des BRV und seiner Partner Alligator Ventilfabrik, Bridgestone Deutschland, Continental Reifen, Huf Group, Pirelli Deutschland, Schrader, TPMS EuroShop (Schrader) und VDO. Die Website ist die erste Anlaufstelle für Autofahrer rund um das Thema Reifendruck-Kontrollsysteme.
 

Anfragen über die Agentur:
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